Allgemeines zu Wartburg Trans

Nachdem es schon in den 50er und 60er Jahren einen "Wartburg PickUp" des 311er Modelles gegeben hat, wurde nach einer langen Pause auf diesem Gebiet auf der Leipziger Herbstmesse 1983 endlich wieder ein Wartburg Kleintransporter vorgestellt.
Diese Version hieß fortan "Wartburg Trans" und war als wirtschaftlicher und wendiger Kleintransporter zur Erfüllung leichterer Transportaufgaben konzipiert. Er basierte auf dem bekannten und zuverlässigen Kastenrahmen des Wartburg 353, welcher lediglich zur Erhöhung der Zuladung an den hinteren 4 Karosserie-Rahmen-Verbindungen und der Hinterradaufhängung verstärkt wurde. Auch die hinteren Schraubenfedern und der lastabhänige Druckübersetzer für die Hinterradbremsen wurden den neuen Belastungen entsprechend modifiziert. Die komplette Front des Fahrzeuges bis zur B-Säule wurde unverändert von den Limousinen-Modellen übernommen, was eine ökonomisch sinnvolle Vereinfachung der Herstellung ermöglichte. Da die wirtschaftlich günstige Fertigung auf den Montage- und Ausrüstungsbändern der Limousine im Automobilwerk Eisenach Voraussetzung für die Erweiterung der Modellpalette war, ergaben sich auch relativ enge Grenzen für die Abmessungen der Ladefläche.
Als 1988 die lange ersehnte Umstellung vom 2- zum 4-Takt-Motor endlich geschafft wurde, entstanden in Eisenach nun "Wartburg 1.3 Trans", allerdings nur in sehr geringer Stückzahl.
Vordergründig waren beide Wartburg Trans Modelle für den Devisen bringenden Export vorgesehen, weshalb sie in der DDR nur in relativ geringen Stückzahlen und mit entsprechend großen Problemen zu bekommen waren. Aus diesem Grund wurden auch gerne normale Limousinen mit originalen Trans-Ersatzteilen zur besseren Bewältigung von Transportaufgaben nachträglich umgebaut. Das dieses Vorgehen die ohnehin schon problematische Ersatzteilsituation nicht verbesserte ist einleuchtend.